Kritiknetz
Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft. Wir setzen uns mit Themen wie Antisemitismus, Sozialarbeit, völkisches Denken und politische Ökonomie in der Tradition der Kritischen Theorie Horkheimers auseinander.
Neueste Beiträge
Auch die Toten werden vor dem Feind nicht sicher sein
webmaster@kritiknetz.de (Heinz Gess), 18. September 2026
Walter Benjamins Begriff der Geschichte zwischen Eingedenken, Fortschrittskritik und der Dialektik von Kultur und Barbarei Was heißt es, die Toten vor einem Feind zu bewahren, der sich nicht mit ihrem Tod begnügt? Benjamins Satz fragt danach, wie die Ermordeten ein zweites Mal besiegt werden (…)
Zauber der Entwirklichung
webmaster@kritiknetz.de (Meinhard Creydt), 26. August 2026
Zur anhaltenden Attraktivität von Foucaults Texten Michel Foucaults (1926–1984) Gedanken erfreuen sich bei postmodern orientierten Akademikern anhaltender Beliebtheit. Er gehört noch immer zu den meistzitierten Autoren. Der vorliegende Text fragt nach den Gründen dieser Attraktivität: nach der (…)
Erfahrungsarmut. Kapitalistische Vergesellschaftung und der Verlust geschichtlicher Erfahrung
webmaster@kritiknetz.de (Kevin-Rick Doß, Heinz Gess), 16. August 2026
Wenn Menschen Geschichte erleben – und sie dennoch nicht erfahrenWie ist es möglich, dass Menschen von Revolutionen, Kriegen, Krisen und politischen Katastrophen erschüttert werden, ohne daraus eine geschichtliche Erfahrung zu gewinnen? Das Erlebte verändert ihr Leben – und bleibt doch (…)
„Abenteuerliche“ Thesen zu Erinnerungskultur und Holocaust-Gedenken
webmaster@kritiknetz.de (Monika Albrecht), 23. Juli 2026
Zu Esra Özyüreks Stellvertreter der Schuld. Erinnerungskultur und muslimische Zugehörigkeit in Deutschland Warum findet ein Buch, dessen zentrale Thesen auf fragwürdiger Empirie und problematischen Prämissen beruhen, in Deutschland so große Resonanz? Die Antwort führt weit über Esra Özyüreks (…)
Einspruch aus dem „Globalen Süden“
webmaster@kritiknetz.de (Monika Albrecht), 26. Mai 2026
Zu Meera Nandas Studie über den Lohn der postkolonialen Unvernunft Der folgende Text von Monika Albrecht rekonstruiert die Kritik der indischen Wissenschaftsphilosophin Meera Nanda am post- und dekolonialen Denken, die ein Einspruch aus dem sogenannten „Globalen Süden“ selbst ist. Im Zentrum des (…)
Vom Café Marx über das Grand Hotel Abgrund zur Villa Massimo am Starnberger See
webmaster@kritiknetz.de (Gerhard Schweppenhäuser), 19. Mai 2026
Der Essay von Gerhard Schweppenhäuser setzt bei der gegenwärtigen staatstragenden Erinnerungspolitik um Jürgen Habermas an und entfaltet von dort aus eine grundsätzliche ideengeschichtliche und theoretische Kritik seiner Stellung innerhalb der sogenannten Frankfurter Schule. Ausgangspunkt ist (…)
Postkoloniale Gegenaufklärung
webmaster@kritiknetz.de (Elias Hechinger), 10. Mai 2026
Klimawissenschaft, Kosmologie und die Provinzialisierung des Wissens Der Aufsatz „Epistemische Gewalt in der eurozentrischen Wissensproduktion“ von Julian Prugger und Michael Reder analysiert aus postkolonialer Perspektive die globale Klimade-batte am Beispiel des REDD+-Programms. Die Autoren (…)
Erinnerungspolitische Transformationen und koloniale Gewalt
webmaster@kritiknetz.de (Monika Albrecht), 3. Mai 2026
Von den Beobachtungen ausgehend, dass 'den' Deutschen zum einen bis heute die Vernachlässigung der Kolonialvergangenheit vorgeworfen wird und zum anderen in jüngster Zeit eine Schwerpunktverschiebung zu dem Thema koloniale Gewalt stattgefunden hat, werden in dem Beitrag erinnerungspolitische (…)
Free Iran - now!
webmaster@kritiknetz.de (Heinz Gess), 1. März 2026
Die Vorstellung, autoritäre Herrschaft sichere Ordnung, während Freiheit Chaos hervorbringe, gehört zu den wirkmächtigsten politischen Mythen unserer Zeit. Sie dient dazu, Unterdrückung als notwendiges Übel erscheinen zu lassen und die Sehnsucht der Menschen nach Selbstbestimmtheit zu (…)
Kritische Theorie und künstliche Intelligenz
webmaster@kritiknetz.de (Alexander Schubert), 19. Januar 2026
Zur Dialektik eines verkannten Phänomens Künstliche Intelligenz gilt vielen entweder als bloßes Rechenwerk ohne Geist oder als bedrohliche Superintelligenz. Beides greift zu kurz. Alexander Schubert argumentiert, dass die gegenwärtige KI-Debatte auf einem verengten, kartesianischen (…)